
Donnerstag 10 September 2009, 19.30 u
Gaststätte Haarmühle, Beßlinghook 57, D-48683 Ahaus-Alstätte
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Im neuen Zirkel von Jannink sollen alle
Hinweis-, Informations-, Gebots- und Verbotsschilder entfernt werden.
Hotelzimmer, Form gegeben wie Baumhütten, befinden sich auf immer
wechselnden Positionen innerhalb des Kreises. Die Zimmer des Hochsitzhotels sind
die Kreuzungspunkte in einem sich veränderndem Netz von Spazierwegen.
Temporäre Veranstaltungen wie ein Popkonzert, eine Kirmes oder die
Zweigstelle des Reichsmuseum Twenthe können städtische Komponenten
sein. Der Kreis ist ein Ort mit neuen Kontrasten zwischen dem Städtischen
und dem Ländlichen.
Wo hört netwerkstad Twente auf? In der netwerkstad Twente spricht man
neben dem aneinander wachsen von Städten auch von einer Kulturlandschaft
die sich langsam zu einem großen Park entwickelt. Alles wird angelegt,
schön gemacht, aufgeräumt und beschildert. Verloren gehen kann man
eigentlich nicht mehr.
Pieter Jannink suchte mit seinem Entwurfsteam beim Grenzübergang Buurse nach einer neuen Aufgabe für die Landschaft, da wo in städtischer Form das Einkaufszentrum Ter Huurne und die Natur vom Witte Veen zusammenkommen. Schnäppchenjäger und Naturfreunde treffen sich in einer Mischung von niederländischen und deutschen Gewohnheiten. In Anlehnung an den Pflugzirkel von Jannink am Grenzübergang bei Tubbergen, stellt das Entwurfs-team einen zeitgemäßen, neuen landschaftlichen Zirkel von Jannink vor. Mit einem Radius von zwei Kilometer und begrenzt durch ein Kreis von Windrädern. Der Entwurf will den Kontrast zwischen dem städtischen und dem ländlichen Bild dieses Ortes verstärken. Der Entwurf des Hochsitzhotels ist eine Studie die nicht das Ziel verfolgt ausgeführt zu werden. Der Entwurf will vor allem die Diskussion über die Einrichtung von ländlichen Gebieten in der netwerkstad Twente anregen. Die vielen Mitwirkenden die Anliegen haben in der Landschaft und die hier städtische Anwesenheit drücken ein Stempel auf dieses Gebiet. Die Präsentation von Pieter Jannink und seinem Team möchte mit alle beteiligten Parteien diese Diskussion angehen.
Das Architectuurcentrum Twente hat in einer Reihe freier Aufträge den Entwerfer Pieter Jannink gefragt eine Entwurfsstudie zu machen in Hinsicht auf die äußerste Grenze der netwerkstad Twente. Frühere ‘Netwerkstad-Aufträge’ wurden 2001 an Rein Geurtsen und 2005 an Ton Schaap vergeben. Pieter Jannink, Städtebauer und Partner beim Büro Must stedebouw aus Amsterdam, kommt ursprünglich aus Haaksbergen. Zusammen mit seinen Projektpartnerinnen Inge Paeßens und Ingrid Overkamp untersuchte Pieter Jannink neue Möglichkeiten um die enge Verbindung von Stadt und Landschaft in der netwerkstad Twente zu gestalten. Ihr Entwurf Hochsitzhotel richtet sich auf den ehemaligen Grenzübergang Buurse/ Alstätte.